Hier folgt die Kurzfassung der beiden Reden von Ernst Werner Schneider und Dr. Benno Bulitta, die vor der Vorstellungsrede von Jürgen Heckel gehalten wurden:

Ernst Werner Schneider

 

Man kennt mich als freien Redakteur bei der Zeitung. Ich selbst habe einen Wirtschaftsabschluss und war auch einige Jahre in der Wirtschaft tätig. Im Bereich der Marktanalyse und dem Kunden-Service sind meine Dienste auch heute noch gefragt. Doch schon während meines Studiums schlitterte ich in den Medienbereich und verschaffte mir damit ein zweites Standbein.

 

Politische Erfahrungen:

Ich bin auch kein politisches Greenhorn. Bereits in relativ jungen Jahren kam ich in Kontakt mit der Politik. Bereits 1987 kam es zur geschäftlichen Beziehung mit Gabriele Pauli-Balleis, also noch vor ihrer Wahl zur Landrätin des Landkreises Fürth. Bei dieser Gelegenheit kam es auch zu einigen Treffen mit Siegfried Balleis, dem späteren Oberbürgermeister von Erlangen. 

 

In den folgenden Jahren erfolgten die nächsten politischen Kontakte. In meiner Zeit als Praktikant und Assistenz und den Aufgaben im technischen und organisatorischen Bereich kam ich in den Genuss als Außenstehender an mehreren Landes- und Bundesparteitagen (CSU, FDP, SPD) teilzunehmen, natürlich ohne Stimmrecht. Bei dieser Gelegenheit stellte ich die Grenzen der Demokratie (in der SPD) fest. Ich kannte zwar nicht das Papier. Aber bei der Abstimmung fiel mir ein Delegierter auf, der regelmäßig per Handzeichen mit „Nein“ stimmte. Es dauerte nicht lange, da wurde ein Parteigenosse zu dem Nein-Stimmer geschickt, um ihn bei der Abstimmung zu bearbeiten. Bei der Schilderung dieser Geschichte erklärte Bernhard Kisch. In jeder Partei gibt es Querulanten, was mir wiederum sein Verständnis über Demokratie vermittelte.

 

Die größten politischen Erfahrungen sammelte ich jedoch ab Ende 1998. Ich wohnte damals in der Nürnberger Werderau. Damals verkaufte die MAN sozusagen ihr Tafelsilber bei einer Nacht- und Nebelaktion in Form der MAN-Wohnungsbau-Siedlung mit über 1.200 Wohneinheiten (ca. 2.800 Bewohner) an die dubiose Immobiliengesellschaft TELOS aus Rosenheim. Uns Mietern wurden die Wohnungen von der MAN nicht angeboten. Durch diese Übernahme kam es zu Unruhen seitens der Mieter, die sich in ihren Rechten eingeschränkt fühlten. Bei einer Zusammenkunft in der Sporthalle des SV 1873 Nürnberg-Süd kam es zur Gründung der Mietergemeinschaft Werderau, später erfolgte die Umbenennung in Runder Tisch Werderau mit Teilnehmern aus dem Nürnberger Stadtrat, bestehend aus SPD und CSU sowie den Pfarrern der beiden Kirchen.  

 

Dazu gibt es eine kleine Anekdote: Bei der Vorstellung aller Beteiligter ging die Runde an den katholischen Pfarrer. Ich bin Pfarrer John, waren seine einleitenden Worte. Ich bin der einzige Schwarze in der Runde. Doch dann erfolgte der Einspruch unseres Ortssprechers: An dem Tisch sitzen noch mehr Schwarze. Diesen sieht man es nur nicht an. Zu dieser Äußerung wurde der Oberschwarze ganz Rot im Gesicht und hielt sich den Bauch vor Lachen. Der Mann war kein Geringerer als der damalige Oberbürgermeister Ludwig Scholz. 

 

Ich selbst war von Beginn der Mieterbewegung von 1998 bis 2005 im Amt des Schriftführers und sozusagen ein Mann der ersten Stunde. Ich selbst pflegte unter anderen den Kontakt zu Horst Schmidtbauer. Er war seinerzeit SPD-Bundestagabgeordneter in Berlin. Durch sein Engagement kam die Stadt Nürnberg ins Spiel. 

 

Dass es sich bei der TELOS-Spitze um ausgekochte Ganoven gehandelt hatte, stellte sich erst bei der TELOS-Pleite im Jahr 2001 heraus. Gegen die beiden Geschäftsführer wurde wegen Untreue, Kreditbetrug und Bilanzfälschung ermittelt. Zu den geschädigten Banken zählten unter anderem die Süddeutsche Boden- und Kreditbank sowie die Bayerische Landesbank. Diese wurde um 130 Millionen Mark betrogen. Insgesamt sprach man von 500 Millionen Deutsche Mark. 

 

Durch diese Erfahrungen bin ich auch skeptisch bezüglich privater Investoren. Denn eine Stadt darf bei solchen Leuten den Überblick nicht verlieren. Dazu fällt mir bezüglich Bad Windsheim das Ariel „Im Häspelein“ ein. Die Parkfläche ist so groß! Da könnte man mit einem Marinefliege ganz bequem starten und landen. Aber selbst bei einen Massenauflauf würde nur ein Bruchteil der Parkplätze belegt sein. 

 

Ich selbst sehe meine Stärken im sozialen Bereich wie bereits geschildert. Ich kenne mich gut aus in Sachen „Infra-Struktur (S-Bahn, Bus-Linienverkehr), Gestaltung von Straßen und sehe bei meinen regelmäßigen Fahrten und Reisen zwischen Würzburg, Ansbach und Nürnberg. auch die Dinge (Bauten, Gestaltung von Plätzen), die man in der Kurstadt umsetzen könnte. Diesbezüglich gibt es auch Anregungen für eine mögliche Landesgartenschau in der Kurstadt.  

 

Ich bin gelernter Wirtschaftler mit Erfahrungen und Kenntnissen bezüglich der Soll- und Ist-Kostenrechnung. Bei mir steht der Einsatz und Nutzen im Vordergrund. Aber durch meine langjährigen Erfahrungen im Medienbereich bin ich auch ein Mann für das Kulturleben. 

 

Ich bin auch kein Mensch, der nur herumnörgeln kann. Ich packe die Dinge beim Schopf und suche nach Lösungen, wie bereits bei unserem Konzept für den S-Bahnähnlichen Ausbau und den möglichen Routen für die Busverbindungen im Gebiet der Kurstadt mit seinen Ortsteilen. Diese Themen sind für uns alle eine große Herausforderung. Zudem bereitet mir das Ladensterben in der Kurstadt einige Sorgen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen und kein Patentrezept. Die Lösungen liegen nach meiner Meinung und den Erfahrungen somit nur in der individuellen Überprüfung. 

 

Es ist aber auch eine Schande, dass der derzeitige Bürgermeister eine Reihe von Spezialisten beauftrag hat, die viel Geld kosten, aber nichts bringen. Siehe den berühmten Stadt-Manager, den man trotz intensiver Suche nicht findet. Ein Trauerspiel war auch im KKC die Präsentation des Stadtbusses durch die Karlsruher Spezialisten, um nur einige Beispiele zu nennen. 

 

 

Laudate für den Bürgermeisterkandidaten

 

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Stadtrats- und Kreistagskandidatinnen und Kandidaten,

 

mir wurde die Aufgabe unterbreitet, unseren Kandidaten für die Wahl des ersten Bürgermeisters zu verkünden.

 

Bei unserer ersten Begegnung im Sommer 2006 standen wir noch als Gegner auf dem Platz. Damals spielte unser Mann anlässlich des Hartmann Cups vor der Fußball-WM, noch besser bekannt unter der Bezeichnung „Sommermärchen“, im Team des Handels. Ich befand mich seinerzeit als Neu-Lenkersheimer in der Mannschaft von Lenkersheim.

 

Ich schätze vor allem seine menschlichen Qualitäten. Er ist ein Mensch zum Anfassen. Doch besitzt unser Kandidat über einen großen Erfahrungsschatz und vor allem Menschenkenntnisse. So war er einer der Ersten, der in der Kurstadt meine Qualitäten zu schätzen wusste. Unser Jürgen berief mich in den Beraterstab der Nahwärme Lenkersheim. Er geht auf meine Vorschläge und Bedenken ein. Zu ihm kann ich bei Meinungsverschiedenheiten sagen: Da befinden wir uns aber auf dem Holzweg. Diese oder eine ähnliche Aussage wäre bei einem Bürgermeister Kisch vergleichbar mit dem Begriff „Majestätsbeleidigung“. Der Paragraph 103 StGB wurde durch die Affäre Böhmermann für kurze Zeit wieder ins Leben gerufen. Ich hätte bei einer Anklage vor Gericht vor einigen Jahren noch eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren bekommen. Unser Kandidat hätte über die Äußerung „Holzweg“ nur gelacht und mit einer kurzen Gestik angekündigt, nimm Platz, damit wir durch eine Diskussion auf einen gemeinsamen Nenner kommen. 

 

Das Votum für unseren Leader steht schon seit einigen Wochen fest. Wir stehen als Edeldomestiken und Wasserträger hinter unserem Kapitän. Er ist auch dafür bereit, wenn wir uns auf dem falschen Weg befinden würden, eine notwendige Kurskorrektur vorzunehmen. Dieser Umstand ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist für mich ein Zeichen des Mutes, den Kurs zu ändern, vor allem wenn sich eine veränderte Situation abzeichnet. Unser Kandidat scheut sich auch nicht selbst die Aufgaben eines Edeldomestiken zu übernehmen, wenn sich einer aus dem Team durch Fachkenntnisse in einer besseren Position befindet. 

 

All diese Qualitäten zeichnet unser nicht zu unterschätzendes Team aus. Er kann auf Leute zählen, die im Notfall in die Presche springen und ihm den Weg ebnen. Aber wir haben auch einige Leute, die als sogenannte „Graue Eminenz“ im Hintergrund die Fäden ziehen können. Letztendlich ist unser Kandidat keine Überraschung. Wir sind der Überzeugung, dass Jürgen Heckel mit all seinen Ideen und Vorstellungen sowie ein starkes Team einen guten Bürgermeister abgeben wird. 

 

Dr. Benno Bulitta

 

Meine Gründe im Jahr 2014 für Bad Windheim als Wohnort stehen auch im Artikel der WZ vom 4.7.2014: Bad Windsheim soll bis 2023 als Modellstadt senioren- und behindertengerecht werden

 

Meine Erfahrungen der letzten Jahre waren jedoch traurig.

 

Ich habe mich in meinem Leben immer für Schwache und ausgegrenzte Menschen engagiert (s. Haus für Mutter und Kind in Scheinfeld, 33 Jahre Vorsitzender bei der DLRG, bzw. Schwimmverein Scheinfeld) - und musste das jetzt erleben, wie auf Menschen, die physisch schwach sind, herumgetreten wird.

 

Ich habe dann am eigenen Leib als Schwerbehinderter erlebt, wie es ist, wenn man in einer schwachen Situation ist und sich nicht wehren kann. Ich musste z.B. den Bau meines Treppenlifts gerichtlich gegen die anderen Nachbarn durchsetzen und kämpfe seitdem weiterhin um die Beseitigung von Hindernissen für Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer in Bad Windsheim, denn Menschen in einer solchen schwachen Situation haben kaum eine Lobby, die sich für sie einsetzt. 

 

Nachdem ich - gefesselt an meine Wohnung - ein neues Passbild brauchte, und ich wegen meiner Behinderung nicht in die Stadt konnte, besuchte mich Jürgen Heckel einfach zu Hause.

 

Ich klagte ihm, dass sich bezüglich meiner Erwartungen an Bad Windsheim nichts bewegt. Im Gegenteil: die Entwicklungen in Richtung Barrierefreiheit sind eigentlich nur Lippenbekenntnisse, die Leerstände in der City nehmen zu, die Stadt verliert zunehmend an Attraktivität. – Für mich als langjähriger, engagierter Kommunalpolitiker ist das eine deprimierende Situation!

 

Da nur aktive Bürger einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung leisten können, schlug mir Jürgen vor, mich nach 25 Jahren doch wieder politisch zu engagieren und mit zu gestalten – er bot mir als möglichen Weg die Mitgliedschaft und Kandidatur bei WiR an. Jürgen Heckel hat mich überzeugt und ich habe deshalb sein Angebot angenommen und werde nun für den Stadtrat und Kreistag kandidieren. 

 

Ich habe Jürgen Heckel in den letzten Jahren bei vielen Aktionen und Veranstaltungen in der Stadt und den Ortsteilen erlebt und kennengelernt. 

 

Resultat:

  • Jürgen Heckel hat über 20 Jahre kommunalpolitische Erfahrung,
  • er verwaltet nicht, sondern er gestaltet,
  • er ist nah an den Bürgern, er hört den Bürgern zu und sucht nach Lösungen,
  • er gibt nicht Einzel-Interessen nach, sondern achtet stets auf das Gemeinwohl,   
  • er sucht den Ausgleich und ist bereit faire Kompromisse zu schließen, 
  • er ist ein Teamplayer, der gemeinsam mit seinen Mitarbeitern oder Mitstreitern Ziele und Lösungen sucht,
  • er fördert seine Mitstreiter und baut auf deren Fachwissen,
  • er ist für alle Bürger und Mitarbeiter jederzeit ansprechbar.

kurz: 

Er ist ein Bürgermeister, wie man ihn sich nur wünschen kann!

 

Mein Appell an alle Bad Windsheimer und Bürger in den Ortsteilen:

Ihr habt mit Jürgen Heckel wirklich einen kompetenten Bürgermeisterkandidaten - aus euren eigenen Reihen, der die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für das gesamte Stadtgebiet kennt. 

Nutzt diese Chance und übertragt ihm diese Verantwortung, damit die vielen Probleme in unserer Stadt mit Herz und Verstand angegangen werden können, die in den letzten sechs Jahren von Seiten des Stadtoberhauptes nur angedacht wurden, aber leider trotz vieler Versprechen nie umgesetzt wurden.

 

Ich bin davon überzeugt, dass er diese Aufgabe 

  • mit Engagement, Erfahrung und Elan, 
  • mit Wollen und Können und
  • mit hohem Verantwortungsbewusstsein

meistern wird.

 

Er wäre ein Bürgermeister aus eurer Mitte, der uns allen mit Herz und Verstand dienen will und nicht mit einem hohen Grad an Bürokratie, die zudem noch von Interessengruppen beeinflusst wird, nur verwaltet, sondern sechs Jahre lang sich darum kümmern wird, Bad Windsheim lebens- und liebenswert zu gestalten.

 

Ich schlage also vor, heute Jürgen Heckel als Bürgermeisterkandidat der Gruppe WiR zu nominieren.

 

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